Viele wissen es nicht aber auch in der DDR bildete sich eine punk-bewegung

Die Entwicklung der Punkszene in der DDR verlief vor einem vollkommen anderen gesellschaftlichen Hintergrund, als die Entwicklung in der BRD oder in Großbritannien.

Da die Arbeit von individueller Zwecksetzung befreit war, es wurde nicht für Geld oder individueller Geistesentwicklung gearbeitet, sondern um den Frieden zu erhalten und den Sozialismus zu stärken, konnte sich auch kein Wertgefüge bilden, das auf Arbeitsstolz und Individualität beruhte. Alle Momente die solch ein Wertgefüge hätten fördern können, wurden verdrängt. Jede Leistungsmotivation wurde durch eine angepasste politische Haltung ersetzt, wer sich politisch korrekt verhielt und die offiziellen Phrasen wiederholte, kam eher in den Genuss von Annerkennung, welche mit zusätzlicher Handlungsfreiheit verbunden war.

Einzig und allein auf die ordnungsgemäße Entrichtung der Arbeitskraft der Jugend zu achten, stieß auf Ablehnung und begünstigte die Entstehung des „DDR – Punk“

Der Mangel an breiten Informationsmöglichkeiten und die politisch überfluteten Reportagen der DDR Medien führten, zu einer unkritischen Aufnahme von Mitteilungen aus der BRD. So orientierten sich auch Punks in der DDR an westlichem Einfluss. Daraus entwickelte sich ihre Idealvorstellung des Punk – Daseins, welches von der realen Lebensweise der Punks weit entfernt war.

Der Staat ging mit einem sehr aggressiven Verhalten gegen die Punks vor. Wer seinem Stil treu blieb, war gezwungen sich den aggressiven Reaktionen des Staates auszusetzen.
Dadurch wurden die Punks oft aus der Öffentlichkeit verdrängt und sie mussten sich andere Orte und Möglichkeiten für ihr „Szeneleben“ suchen. Dabei spielten die Kirchen eine wichtige Rolle. In den evangelischen Landeskirchen wurden oft „Pogo – Parties“ und Treffen der Szene abgehalten.

 




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